Agoraphobie Definition

Phobien haben ja oftmals interessante Namen, in diesem Beitrag erkläre ich Dir was ist eine Agoraphobie …..

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Agoraphobie Definition

 

Als Agoraphobie  bezeichnet man eine bestimmte Form der Angststörung. Dabei wird die Angst durch bestimmte Orte und Situationen wie weite Plätze oder

Menschengedränge ausgelöst. Die Betroffenen vermeiden die auslösenden Situationen und können im Extremfall nicht mehr die eigene Wohnung verlassen.

Eine Agoraphobie liegt auch dann vor, wenn Menschen angstbedingt weite Plätze oder das Reisen allein oder generell meiden.

 

Wo tritt die Agoraphobie auf  ?

Agoraphobiker fürchten meist eine Vielzahl von öffentlichen Situationen, Orten und Menschenansammlungen. Typische Situationen bei der Agoraphobie, die gefürchtet

und deshalb oft gemieden werden, sind:  Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Benutzung von Fahrstühlen, in Schlangen stehen, Autofahren, Besuch von Kaufhäusern,

Supermärkten, Kinos, Theatern oder Gaststätten.

Gemäß ICD-10 muss man mindestens in zwei unterschiedlichen Situationen (z.B. öffentliche Plätze, Menschenmengen) Angst

haben um Agoraphobie diagnostiziert zu bekommen.

 

Dauer einer Agoraphobie Angstattacke

Die durchschnittliche Anfallsdauer bei Angstanfällen liegt bei ca. 30 Minuten. Zuweilen treten die Attacken spontan also unerwartet auf, also ohne

dass eine tatsächliche Gefahr für Leib und Leben besteht. Oftmals gibt es aber interne Auslöser

(körperlich z.B. Herzklopfen oder Atemnot, psychisch: Gedanken, wie: ich bin allein, keiner kann mir helfen).

 

Symptome Agoraphobie

Bei einem Angstanfall können die Betroffenen folgende Symptome erleben:

psychisch:

  • Angst die Kontrolle zu verlieren
  • Angst vor schlimmen Konsequenzen der erlebten Symptome
  • Depersonalisation
  • Derealisation

körperlich:

  • Schwindel oder Benommenheit
  • starker, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Magen- / Darmprobleme/ Übelkeit
  • Atemnot
  • Schwitzen
  • Schmerzen oder Druck auf der Brust
  • Zittern oder Schütteln

Wichtige Aspekte, die die Angst in diesen Situationen auslösen sind tatsächlich:
die Entfernung von sicheren Orten oder Personen und die Einengung der Bewegungsfreiheit.

 

Epidemiologie Agoraphobie

Agoraphobien sind die häufigste Angststörung. Sie treten bei Frauen ca. 2-3 mal häufiger auf als bei Männern. Die Panikstörung verteilt sich 2 zu 1. Sechs-Monats-Prävalenzen der Panikstörung ohne Agoraphobie liegen zwischen 0,5 und 2 %, die Lebenszeit-Prävalenzen liegen zwischen 1,5 und 2,5 %. Für die Agoraphobie liegen die sechs-Monats-Prävalenzen zwischen 2,7 u. 6 %, Lebenszeit: 3,5 – 9%.

 

Verlauf der Agoraphobie mit und ohne Panikstörung

Agoraphobien und Panikattacken beginnen meist erst zwischen 20 und 35 Jahren. Nach Selbstauskunft fand der erste Anfall bei 80% der Agoraphobiker an einem öffentlichen Ort statt. Im Verlauf der Störung kann es zu beschwerdefreien Phasen kommen, doch der langfristige Verlauf ist in den meisten Fällen ohne Behandlung ungünstig.
Häufig gibt es Folgeprobleme wie Depressionenund Alkohol-oder Medikamentenmissbrauch. Auch wurde ein erhöhtes Suizidrisiko festgestellt.


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